Viele Handwerksbetriebe haben dasselbe Erlebnis mit Social Media: Man fängt an, postet ein paar Wochen lang, bemerkt kaum Reaktionen — und hört wieder auf. Fazit: "Social Media bringt uns nichts."
Das stimmt oft. Aber nicht weil Social Media im Handwerk nicht funktioniert. Sondern weil die falsche Strategie verfolgt wird.
Was nicht funktioniert
Werbeposts. "Wir sind Ihr Partner für Qualität und Verlässlichkeit." Solche Posts liest niemand. Sie wirken wie Werbung — weil sie es sind. Und Werbung scrollt man weg.
Zufälliger Content. Ein Foto heute, ein Zitat nächste Woche, dann zwei Monate nichts. Kein roter Faden, keine Regelmäßigkeit, kein Aufbau von Vertrauen.
Falsche Plattformen. TikTok-Aufwand für eine Zielgruppe, die auf Facebook ist. LinkedIn-Aktivität für Kunden, die nicht auf LinkedIn sind.
Was funktioniert
Einblicke in den Arbeitsalltag. Ein Foto von einem abgeschlossenen Projekt. Ein kurzes Video, das zeigt, wie etwas montiert wird. Ein Bild vom Team beim Mittagessen. Das klingt unspektakulär — und genau das macht es so wirkungsvoll. Es ist echt. Menschen vertrauen echtem.
Vorher-Nachher. Eine Baustelle zu Beginn, dasselbe Bild nach Fertigstellung. Das ist das Format, das im Handwerk am stärksten performt — weil es Kompetenz zeigt, ohne ein Wort darüber zu verlieren.
Mitarbeiter sichtbar machen. Wer ist eigentlich im Team? Wie lange sind die dabei, was machen die gerne? Ein Post über einen Mitarbeiter hat doppelten Nutzen: Er stärkt die Bindung intern — und zeigt potenziellen Bewerbern, wie es in Ihrem Betrieb wirklich zugeht.
Konsequenz über Brillanz. Lieber jeden zweiten Montag ein ehrliches Foto als alle drei Monate einen perfekten Post. Regelmäßigkeit schlägt Perfektion.
Wie viel Aufwand ist realistisch?
Ein Handwerksbetrieb muss nicht täglich posten. Zwei bis drei Posts pro Woche reichen, um Sichtbarkeit aufzubauen — wenn sie konsistent kommen und zur Zielgruppe sprechen.
Das sind in der Praxis etwa 30 bis 45 Minuten pro Woche — wenn man weiß, was man macht. Mit einem guten System und den richtigen Fotos im Hintergrund auch deutlich weniger.
Die eine Frage, die alles entscheidet
Bevor Sie den nächsten Post veröffentlichen, stellen Sie sich diese Frage: "Würde mein bester Kunde das teilen — oder scrollt er weg?"
Wenn die Antwort "scrollen" ist, ist der Post noch nicht fertig.
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